Der Regisseur- Olivia Kleinknecht

Hallo Ihr Lieben,
ich wünsche Euch einen wunderschönen Dienstag!
Heute habe ich den Thriller "Der Regisseur" von Olivia Kleinknecht beendet, den Olivia mir freundlicherweise kostenlos zur Verfügung gestellt hat.
"Der Regisseur" handelt, wie der Titel schon verrät, von dem italienischen Regisseur Vittorio Angelotti, der manipuliert und polarisiert. Besonders schön fand ich die Tatsache, dass die Autorin den Schauplatz nicht einfach nur nach Italien gelegt hat, sondern durch viele italienische Floskeln und italienische Speisen die Ortswahl auch authentisch beschrieb.
Vittorio Angelotti ist ein Mann, der seine Macht ausnutzt, um das Leben nach seinen Wünschen und Gelüsten zu manipulieren, zu steuern. Mit der Hälfte des Buches hatte ich eine wirkliche Abneigung gegen diesen Mann, der seine "Opfer", seine Bettgeschichten, gefühlt im Sekundentakt wechselt. Ich wäre am liebsten in das Buch eingetaucht, und hätte all seine Opfer geschüttelt, damit sie merken, welch falsches und kalkuliertes Spiel er spielt.
Ganz besonders spannend fand ich aber auch das Spiel mit den einzelnen Namen der Protagonisten durch die Autorin. Während die Prostituierte, für die Vittorio Angelotti keinen weiteren Gedanken hat, im Buch nur "Die Blonde" genannt wird, erscheint unser Regisseur stets mit Vor- und Nachnamen, so als würde er dadurch seine Macht einmal mehr zum Ausdruck bringen wollen.
Das Ende des Buches hat mich etwas irritiert, da ich nicht wusste, ob der Regisseur tatsächlich den Verstand verloren hatte, oder er das Ganze wirklich wie ein schlechter Film inszeniert hat.
Einen Punkt würde ich allerdings abziehen, denn für meinen persönlichen Geschmack hätte der Thriller ein wenig spannender sein können. Doch dies ist nur meine persönliche Meinung und ändert nichts daran, dass ich das Buch jedem guten Gewissens weiterempfehlen kann.
Lange Rede kurzer Sinn: das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Grade km Hinblick auf die #MeToo Bewegung hat man gesehen, wir es dem Regisseur leicht gefallen ist, anhand seiner gesellschaftlichen Position Frauen wie auch Männer so sexuell zu manipulieren, bis er die Empfindung seiner Lust zu spüren bekam. Doch auch unser guter Vittorio Angelotti musste einsehen, dass man nicht alles planen kann und dass das Leben seine eigenen Pläne hat.


  1. LG Nessa

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